Chronik

In den Jahren 1967/1968 und 1969 liegen die Anfänge des heutigen Narrenclub Wirbelau. Damals hieß der Verein noch „Ranzengarde“. Schon in der ersten Kampagne stellte der Verein ein Prinzenpaar:
 
Prinz Ottmar I. (Ottmar Stoll) und Prinzessin Rainer I. (Rainer Dörnbrack), damals waren die Prinzessinnen noch männlich, regierten seit dem 11.11.1968 in Wirbelau.

Am Fastnachtdienstag 1969 starteten wir unseren ersten Fastnachtsumzug in Wirbelau mit
3 Motivwagen.

Prinz und Prinzessin waren dabei und wir feierten so ausgiebig, dass wir nach Aschermittwoch feststellten; wir haben Schulden bei unserem Vereinswirt und sind eigentlich pleite. Dies geschah
noch unter der Federführung der Ranzengarde. In diesen Tagen wurde schon Interesse an einem Karnevalsverein geäußert. Während der Sommerzeit blieb das Thema Karnevalsverein immer
im Gespräch.

Am 24.09.1969 wurde beschlossen, für den 11.11.1969 eine Versammlung zur Gründung eines Karnevalvereins einzuberufen. In der Gastwirtschaft Schäfer gründeten wir den „Narrenclub Wirbelau“. Wir starteten ordnungsgemäß mit Satzung, Vorstand und Organisationskomitee in das Vereinsleben. Präsident des neu gegründeten NCW war Dieter Schöffler.

Während der Gründungsversammlung wurde beschlossen, für die Kampagne 1969/1970 mit dem ersten Umzug des NCW an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Umzug bestand aus 17 Zugnummern. Marschgruppen und Motivwagen waren auf den Beinen bzw. Rädern.

Nach Ende der Kampagne konnten wir an Aschermittwoch unsere Schulden aus dem Vorjahr beim Vereinswirt bezahlen und es verblieb sogar noch ein kleiner Reingewinn für unsere Clubkasse. Bereits in der Kampagne 1970/1971 wagten wir, kräftig unterstützt durch den KA-FA-RI Braunfels, unsere erste Fremdensitzung. Seit dieser Kampagne ist unser Männerballett als besondere Attraktion dabei, die heutige Männergruppe, inzwischen mit neuer Besetzung.

Ab der Kampagne 1971/1972 gestalteten wir aus den Reihen des NCW das Programm der beiden Fremdensitzungen. Uns gelang es in allen den Jahren ein umfangreiches, kurzweiliges Programm zu erstellen. In bunter Folge wechselten Büttenredner mit Gesangseinlagen und Balletttänzen ab.

Nach einer ersten Änderung der Vereinssatzung in der Kampagne 1971/1972 hatten unsere Prinzen die Wahl, sich eine „weibliche“ oder eine männliche Prinzessin auszusuchen. Die frauenlose Zeit der NCW-Prinzen war somit vorbei.

Die Kampagne 1972/1973 brachte uns einen aus Mainz stammenden Prinzen, der seiner Wahlheimat Wirbelau und dem Narrenclub Wirbelau das Clublied "Ganz einsam und verlassen"  mitbrachte, dass noch heute im Finale einer jeden Fremdensitzung gesungen wird.

Seit der Kampagne 1973/1974 stürmen wir mit Garde und Konfettikanone das Runkeler Rathaus. Natürlich half uns auch dabei unser Maskottchen, der Club-Esel, der auch in unserem Umzug einen stets lustigen Akzent setzte.

Wir waren immer bestrebt, unsere Umzüge bunt und abwechslungsreich zu gestalten. Zahlreiche Marschgruppen tragen dazu bei, ebenso die ideenreichen Motivwagen und die munter aufspielenden Musikzüge. Unseren Aktiven macht das ebensoviel Spaß, wie den von Kampagne zu Kampagne immer mehr werdenden Besuchern unserer Umzüge am Fastnachtdienstag.

Für immer mehr Motivwagen der Umzüge, die Kulissen der Sitzungen brauchen wir Platz zum Bauen und Lagern. Wir bauten deshalb eine Halle, um unseren Wagenbaugruppen den notwendigen Platz zu schaffen. Ebenso entschlossen wir uns, den Narrenclub im Jahre 1975 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Limburg eintragen zu lassen, um auch rechtlich sauber dazustehen. Seit der Kampagne  1975/1976 wirkten die „Blauen Jungs“ unter der Leitung von Werner Kühmichel in den Fremdensitzungen mit. Eine Bereicherung unserer Gesangsdarbietungen.

Unsere 11. Kampagne 1979/1980 begingen wir in etwas festlicherem Rahmen und gaben erstmals eine Festschrift heraus.

Wesentlich für die Vereinsarbeit ist es, den Nachwuchs für die Bütt, Ballett, Gesang und alle anderen Aktivitäten im NCW zu sichern. In unseren Fremdensitzungen wirkten seit Beginn die kleinen Funkenmariechen mit. Wir verstärkten unser Bemühen, die Kinder und Jugendlichen einzubinden mit der erstmals im Jahre 1984 stattfindenden „Kinder- und Jugendsitzung“. Sehr schnell wurde diese Sitzung zum festen Bestandteil einer jeder Kampagne und zu einem heißen Tipp für unsere vielen Besucher.

In der Kampagne 1983/1984 wählten wir am 11.11.1983 erstmals ein Kinderprinzenpaar, das in allen Sitzungen und im Umzug mitwirkt.

Im Jahre 1985 ging das Präsidentenamt von Dieter Schöffler auf Hans-Jürgen Fries über. Am 24.03.1990 übernahm Jürgen Bender das Präsidentenamt. Ein weiteres Jahr führte Friedhelm Bender den NCW, um sein Amt am 24.04.1992 an Achim Nickel zu übergeben.

Am 11.11.1992 änderten wir unsere Satzung. Wir öffneten den Narrenclub Wirbelau für weibliche Mitglieder.

Am 09.04.1999 übernahm Dietmar Zanner das Präsidentenamt, dass er am 02.04.2005 an seinen Nachfolger abgab.

In der Jahreshautversammlung am 02.04.2005 wurde dann einstimmig Mario Dörnbrack zum neuen NCW-Präsidenten gewählt, um mit den jetzigen Vorstandsmitgliedern Stefan Mönig, Britta Fink und Petra Bender die Geschicke des Vereins zu leiten. Bei der Jahreshauptversammlung am 18.04.2014 stand Britta Fink leider nicht mehr als Schriftführerin zur Verfügung. Alexandra Hollmann-Schymanietz rückte als Schriftführerin nach.

Im Laufe der ganzen Jahre wurde, Dank unsrer zahlreichen Aktivitäten, unser Programm in Sitzungen und Umzug immer farbenfroher.

Der Erfolg bei unseren Besuchern zeigt sich an den immer sehr gut besuchten Sitzungen und einem von Zuschauern des Umzugs überquellenden Wirbelau.

Das ist für uns Fassenachter der beste Dank und die beste Bestätigung unserer geleisteten Arbeit und Ansporn für weitere Aktivitäten im NCW.